Obwohl Pharmafirmen stark in Strategie, Planung und regulatorische Compliance investieren, gibt es immer wieder hartnÀckige Umsetzungsprobleme, speziell in diesen Bereichen:
Hier einige Beispiele aus unserer Praxis der letzten zwölf Monate:
Sie scheitern, weil die Umsetzung unter Druck zusammenbricht. Als sofortige Folgen treten dann ein:
Ein verspĂ€tetes Pharmaprojekt ist nicht einfach nur ein Projekt, das einige Tage oder Wochen lĂ€nger dauert. Die VerspĂ€tung ist nicht neutral. Das Risiko erhöht sich nicht linear ĂŒber die Zeit. Das heiĂt, eine VerspĂ€tung von 10â20 % bedeutet eine Risikoerhöhung von weit mehr als 10â20 % fĂŒr die GMP-Compliance und fĂŒr UmsĂ€tze.
Um die Umsetzung von Pharmaprojekten zu verbessern, ist es entscheidend zu verstehen,
woher diese VerspÀtungen eigentlich kommen. In den meisten FÀllen, die wir in unserer Praxis sehen,
liegen die Wurzeln der Probleme nicht im technischen Teil, sondern in der operationellen Umsetzung.
Das geschieht, obwohl im Vorfeld von Projekten hauptsĂ€chlich ĂŒber die technische Umsetzung inklusive der zu verwendenden Planungssoftware diskutiert wird. Die wirklichen GrĂŒnde sind jedoch andere.
Wir sehen sehr oft, dass die Teams in MSAT und QA ĂŒberlastet sind. Im GMP-Umfeld, in dem Pharmafirmen operieren, haben viele Projekte einen technischen oder regulatorischen Hintergrund. Daher mĂŒssen diese beiden Abteilungen sie bearbeiten.
Diese Teams sind unter anderem verantwortlich fĂŒr:
ZusÀtzlich zu ihren Standardaufgaben sind sie aber noch in hoch priorisierte Projekte eingebunden.
Als Resultat ergibt sich dann:
Reaktive Entscheidungsfindung, das heiĂt, Entscheidungen fallen erst nach Ăberschreiten der Deadline und nicht so frĂŒh wie möglich. Probleme werden verspĂ€tet behandelt und dadurch auch verspĂ€tet gelöst.
Obwohl Pharmafirmen stark in Strategie, Planung und regulatorische Compliance investieren,
gibt es im wieder hartnÀckige Umsetzungsprobleme, speziell in diesen Bereichen:
Das ist zwar sichtbar, lÀsst sich aber nicht abstellen.
Viele Verzögerungen bei der Pharmaherstellung und deren Projekten wurzeln in einer fehlenden oder nicht durchgefĂŒhrten Abstimmung zwischen den verschiedenen Funktionen. Sehr selten geht es wirklich um wissenschaftliche oder technische Herausforderungen.
Typische Problemmuster sind zum Beispiel:
Das fĂŒhrt zu diesen Symptomen:
Die meisten VerspÀtungen in der Pharmaindustrie entstehen nicht durch technische Fehler oder MÀngel. Es handelt sich in Wirklichkeit um Koordinierungsprobleme zwischen wichtigen Abteilungen und Funktionen.
Das Auslagern der Herstellung oder des Technologietransfers zu einem Lohnhersteller (CDMO) erfolgt normalerweise zur Senkung der Produktionskosten. Oft ĂŒbersehen Firmen, dass die KomplexitĂ€t der Koordination dadurch steigt.
Obwohl Pharmafirmen stark in Strategie, Planung und regulatorische Compliance investieren, gibt es im wieder hartnÀckige Umsetzungsprobleme, speziell in diesen Bereichen:
Warum ist das so?âš
Produktion auslagern bedeutet nicht, Verantwortung auszulagern. HĂ€ufige Probleme in der Zusammenarbeit mit Lohnherstellern sind zum Beispiel:
Ohne ein starkes Management und eine gute Koordination der âThird Partiesâ verlieren Pharmafirmen leicht die Kontrolle ĂŒber die Herstellung und Freigabe beim Lohnhersteller. Das ist kritisch, da der Kunde weiterhin die Produktverantwortung trĂ€gt.
VerspĂ€tete Validierungen sind oft ein signifikanter Grund fĂŒr die Verzögerung von Transferprojekten. Oft sehen wir die Ursachen in diesen Bereichen:
Der gesamte GMP-Zeitplan gerĂ€t in Verzug und muss verschoben werden (zum Beispiel der Einreichungszeitpunkt fĂŒr DossierĂ€nderungen).
In vielen FĂ€llen verlĂ€uft die Validierung nicht wegen hoher KomplexitĂ€t oder technischer Schwierigkeiten so langsam, sondern weil die Abstimmung zwischen den Abteilungen nur schlecht funktioniert oder zu spĂ€t erfolgt. Ein hĂ€ufiges PhĂ€nomen sind extrem lange Review-Zyklen bei Validierungsdokumenten, die sich ĂŒber Monate ziehen.
Wenn Projekte aus dem Ruder laufen, beauftragen Organisationen externe Berater. Mit der klassischen Beratung holen sie sich aber oft zusÀtzliche Probleme ins Haus:
VerspĂ€tete Pharmaprojekte gelten oft als reines Planungsproblem, das eine Ănderung im Zeitplan behebt. In Wirklichkeit haben sie aber weitreichende operationelle und strategische Konsequenzen. Finanzielle Auswirkungen.
Abweichungen erfordern eine aufwendige Dokumentation und Abstimmung; das sind oft Angriffspunkte bei Inspektionen und Audits. Jede ungeplante AktivitÀt, die dokumentiert und verbessert werden muss, erhöht das Risiko von Auditproblemen.
Organisationelle Auswirkungen
Wenn Pharmaprojekte in ihrer Umsetzung zurĂŒckfallen, setzen Organisationen ĂŒblicherweise diese GegenmaĂnahmen ein:
Diese AnsÀtze funktionieren meistens nicht, weil sie die Wurzel des Problems nicht lösen:
Das Problem ist nicht der Mitteleinsatz – es ist die Umsetzung.
Hochwirksame externe Experten arbeiten nicht als Berater. Sie operieren als eingebundene Entscheidungsebene innerhalb von Pharmaprojekten.
Schnelle Identifikation von EngpÀssen
Erfahrene Pharma-Consultants identifizieren sehr schnell:
wo die Umsetzung blockiert ist
wo unklare Entscheidungen getroffen werdenâš
wo sich Risiken anhÀufen
Durch ihre Erfahrung brauchen sie dazu nur Tage und nicht Monate.
Praktische Erfahrung in der Transfer-Umsetzung Im Gegensatz zu traditionellen Beratungsfirmen wirken externe Experten anders:
Abstimmung zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen
Wirksame externe Experten ĂŒberbrĂŒcken unterschiedliche Ansichten in Abteilungen wie:
Das gelingt ihnen, weil sie selbst in diesen Funktionen und Abteilungen operativ tÀtig waren. Diese Abstimmung reduziert Ausschuss sowie Wiederholungen von AblÀufen und sichert eine einheitliche Entscheidungsfindung.
Kontrolle ĂŒber CMOs und âThird Party Managementâ
UnabhÀngige Consultants mit Erfahrung liefern folgende Vorteile:
Das wandelt Outsourcing-Projekte von einem reaktiven Projektmanagement
in ein aktiv gefĂŒhrtes Projekt.
GMP-Compliance von Anfang an einbauen
Anstatt Compliance erst spÀt zu diskutieren, handeln externe Experten so:
Wann sollten Pharmafirmen externe UnterstĂŒtzung holen? Der Zeitpunkt ist entscheidend. Viele Organisationen warten, bis Projekte eine fast unrettbare Schieflage haben, bevor sie handeln
Beachten Sie diese Warnsignale:
Wenn Sie mehrere dieser Warnsignale beobachten, ist es höchste Zeit zu handeln.
Wenn Ihre derzeitigen Projekte diese Muster zeigen, haben Sie bereits. Verzögerungen und riskieren weitere. In den meisten FÀllen lassen sich diese Probleme korrigieren, aber nur, wenn man UmsetzungsengpÀsse schnell findet und direkt behebt.
Obwohl Pharmafirmen stark in Strategie, Planung und regulatorische Compliance investieren, gibt es im wieder hartnÀckige Umsetzungsprobleme, speziell in diesen Bereichen:
Der Vorteil des schnellen Handelns
Eine verspĂ€tete Intervention fĂŒhrt hingegen zu:
Erhöhten Kostenâš
ZusÀtzlichen Angriffspunkten bei Inspektionen und Audits
Einer wesentlich komplizierteren Wiederherstellung
Die Umsetzung bestimmt den Erfolg.âš
Vielen Pharmafirmen fehlt nicht die Expertise.
Ihnen fehlt die UmsetzungsfÀhigkeit unter Druck.
Projekte sind erfolgreich, wenn:
erfahrene Umsetzungsexperten, die innerhalb des Prozesses arbeiten und nicht auĂerhalb.
Die meisten verspÀteten Pharmaprojekte lassen sich wenden.
Allerdings nicht innerhalb der Struktur, die diese VerspÀtungen verursacht hat.
Ein umsetzungsfokussierter externer Ansatz kann:
Dr Georg Astl ist der GrĂŒnder von Eoswiss Pharma. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und Vortragender auf Fachveranstaltungen.